Verteidigungsabkommen Deutschland – Polen: Schwerpunkt und Besonderheiten

Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (Mitte) und sein deutscher Amtskollege Boris Pistorius am Tag der Unterzeichnung des

Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (mitte) und sein deutscher Amtskollege Boris Pistorius (rechts) am Tag der Unterzeichnung des Verteidigungsabkommens in Warschau am 17. Juni 2026 – Foto: Bundeswehr/Tom Twardy

Das Verteidigungsabkommen Deutschlands mit Polen ist endlich im Bundesgesetzblatt erschienen (Sicherungskopie hier); gezeichnet wurde es bereits Ende Juni. Bemerkenswert: Auf polnischer Seite steht eine Veröffentlichung des Abkommens weiter aus. Das Verteidigungsministerium in Warschau erklärte gegenüber dem Autor, für das Abkommen zuständig zu sein; eine Erläuterung zur Nichtveröffentlichung wollte es jedoch nicht geben. Weiterlesen

Airbus-Konzepte für die Luftkriegsführung

Ein Mockup des Konzepts „Ravenstorm“ von Airbus – eine strategische Kampdrohne ohne US-Technologie. Sie soll elektronischen Kampf sowie die Bekämpfung von Luft- und Bodenzielen leisten können. Foto: Björn Müller / ILA 2026

„Ein Haupttrend am Markt ist der große und weiterwachsende Bedarf an Tankflugzeugen“, so Jean-Brice Dumont, Bereichschef militärische Luftmacht bei der Verteidigungsparte von Airbus. Der Luft- und Raumfahrtkonzern habe 91 Bestellungen seines A330 MRTT von 19 Luftwaffen. Der Konzern arbeitet an einem A330 MRTT plus, der acht Prozent weniger Treibstoff verbraucht. „Da das Flugzeug denselben Treibstoff verbraucht, den es zur Luftbetankung transportiert, wird es effizienter. Es kann entweder mehr Kerosin abgeben, oder weiterfliegen“, so der Airbus-Manager. Weitere Projekte zur Erhöhung des Einsatzwertes: Ein Selbstverteidigungssystem, eine erhöhte Konnektivität für den Einsatz in einer künftigen Combat Cloud und die Entwicklung hin zu vollständig autonomen Luftbetankungsmanövern. Bei Transportflugzeugen ist Airbus dabei, die Mehrrollenfähigkeit des A400M zu erweitern. Ein Interesse von Luftstreitkräften ist es, den A400M künftig als „Mutterschiff“ für Drohnen oder Raketen einsetzen zu können. Die maximale Nutzlast des Transportflugzeugs soll von 37 auf 40 Tonnen angehoben werden. Zudem erhält der A400M eine modulare Ausstattung zum Löschflugzeug für den Transport von 20.000 Litern Löschwasser.

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Reform des Beschaffungsamts: tückischer Umbau

Das Beschaffungsamt soll rascher Innovationen rüsten: Heeresinspekteur Christian Freuding bei einer Vorführung von Abfangdrohnen im Innovationszentrum des Beschaffungsamts in Erding im Mai.

Das Verteidigungsministerium hat Grundzüge der Reform des Beschaffungsamts der Bundeswehr bekannt gegeben. Ziel ist es, die stetig wachsende Masse an Rüstungsprojekten umfassend abarbeiten zu können und innovative Technologien rasch in die Streitkräfte zu bringen. Das soll laut der „Reformagenda Rüstung“ mit zwei Ansätzen gelingen: Einer Erweiterung des Beschaffungsamt samt neuer Arbeitsstruktur. Weiterlesen